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robots.txt

Eine Textdatei im Stammverzeichnis einer Website, die Suchmaschinen-Crawlern mitteilt, welche Bereiche sie besuchen dürfen und welche nicht.

Autor: ClariSEO-Team

Was ist die robots.txt?

Die robots.txt ist eine einfache Textdatei, die im Stammverzeichnis einer Website liegt (z. B. https://deine-domain.de/robots.txt). Sie gibt Suchmaschinen-Crawlern Anweisungen, welche Bereiche der Website sie besuchen dürfen und welche nicht.

Stell dir die robots.txt wie ein Schild am Eingang eines Gebäudes vor: Es sagt Besuchern, welche Räume offen sind und welche gesperrt. Allerdings ist es nur ein höflicher Hinweis – nicht jeder Crawler hält sich daran. Das Format ist seit 2022 offiziell als RFC 9309 (Robots Exclusion Protocol) standardisiert.

Grundlegender Aufbau

Die robots.txt verwendet ein einfaches Format mit zwei Hauptanweisungen:

User-agent: *
Disallow: /admin/
Disallow: /tmp/
Allow: /admin/public/

Sitemap: https://deine-domain.de/sitemap.xml

Die wichtigsten Direktiven

Direktive Bedeutung
User-agent Für welchen Crawler die Regel gilt (* = alle)
Disallow Verbietet den Zugriff auf einen Pfad
Allow Erlaubt den Zugriff (überschreibt Disallow für Unterpfade)
Sitemap Verweist auf die XML-Sitemap der Website
Crawl-delay Wartezeit zwischen Anfragen (von Google ignoriert)

Wofür wird die robots.txt eingesetzt?

  • Crawl-Budget schonen: Unwichtige Seiten (Suchergebnisse, Filter, Druckversionen) vom Crawling ausschließen
  • Bereiche schützen: Admin-Bereiche, Staging-Seiten oder interne Tools verstecken
  • Duplicate Content vermeiden: Parameterbasierte Duplikate blockieren
  • Sitemap bekannt machen: Den Pfad zur XML-Sitemap angeben

Häufige Fehler

1. robots.txt mit noindex verwechseln

Die robots.txt verhindert das Crawling, nicht die Indexierung. Wenn andere Websites auf eine blockierte Seite verlinken, kann Google sie trotzdem indexieren – nur ohne den Inhalt zu kennen. Google stellt das in der offiziellen robots.txt-Einführung ausdrücklich klar. Für echte Indexierungskontrolle nutze das noindex-Meta-Tag.

2. Wichtige Seiten versehentlich blockieren

Ein zu breit gefasster Disallow-Eintrag kann verhindern, dass Google deine wichtigsten Seiten crawlt:

# Gefährlich: Blockiert die gesamte Website
User-agent: *
Disallow: /

3. CSS und JavaScript blockieren

Wenn du CSS- und JS-Dateien per robots.txt blockierst, kann Google deine Seiten nicht richtig rendern. Das schadet der Bewertung von Mobile-Friendliness und User Experience.

4. Fehlende Sitemap-Referenz

Die robots.txt ist der ideale Ort, um Suchmaschinen auf deine Sitemap hinzuweisen. Viele vergessen diesen einfachen, aber wirkungsvollen Eintrag.

Best Practices

  • Halte die robots.txt so einfach wie möglich
  • Blockiere nur Bereiche, die wirklich nicht gecrawlt werden sollen
  • Teste Änderungen in der Google Search Console vor dem Deployment
  • Nutze Allow für Ausnahmen innerhalb blockierter Verzeichnisse
  • Verweise immer auf deine XML-Sitemap
  • Prüfe regelmäßig, ob die Regeln noch aktuell sind

robots.txt und SEO-Audits

Ein SEO-Audit sollte immer die robots.txt prüfen. Typische Auditpunkte sind:

  • Ist die robots.txt erreichbar (HTTP 200)?
  • Werden wichtige Seiten versehentlich blockiert?
  • Ist die Sitemap referenziert?
  • Gibt es veraltete oder überflüssige Regeln?
  • Werden CSS- und JavaScript-Dateien freigegeben?
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