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Nofollow

Ein Link-Attribut, das Suchmaschinen signalisiert, einem Hyperlink nicht zu folgen und keinen Ranking-Wert (Link Equity) an die Zielseite weiterzugeben.

Autor: ClariSEO-Team

Was bedeutet Nofollow?

Nofollow ist ein HTML-Attribut für Hyperlinks, das Suchmaschinen mitteilt: "Folge diesem Link nicht und gib keinen Ranking-Wert weiter." Es wird als rel="nofollow" im Link-Tag angegeben:

<a href="https://beispiel.de" rel="nofollow">Beispiel-Link</a>

Stell dir Links wie Empfehlungen vor: Ein normaler (Dofollow-)Link sagt Google "Ich empfehle diese Seite". Ein Nofollow-Link sagt "Hier ist ein Link, aber ich stehe nicht dahinter".

Warum wurde Nofollow eingeführt?

Google führte das Nofollow-Attribut 2005 ein, um ein wachsendes Problem zu bekämpfen: Kommentar-Spam. Spammer überschwemmten Blogs und Foren mit Links, um ihre Websites künstlich zu pushen. Mit Nofollow konnten Website-Betreiber diese Links als nicht vertrauenswürdig kennzeichnen.

Dofollow vs. Nofollow

Eigenschaft Dofollow Nofollow
HTML Kein spezielles Attribut (Standard) rel="nofollow"
Link Equity Wird weitergegeben Wird nicht weitergegeben
Crawling Google folgt dem Link Google kann trotzdem folgen (seit 2019)
Ranking-Effekt Direkter Ranking-Faktor Kein direkter Ranking-Vorteil

Wichtig: Seit März 2020 behandelt Google Nofollow als Hinweis, nicht als Anweisung. Google kann sich entscheiden, einem Nofollow-Link trotzdem zu folgen und ihn zur Indexierung oder als Ranking-Signal zu nutzen.

Die drei modernen Link-Attribute

Seit September 2019 hat Google das System erweitert. Neben nofollow gibt es zwei spezifischere Attribute:

Attribut Bedeutung Einsatzzweck
rel="nofollow" Allgemeines "nicht folgen" Wenn kein spezifischeres Attribut passt
rel="sponsored" Bezahlter oder gesponserter Link Werbung, bezahlte Partnerschaften, Affiliate-Links
rel="ugc" User Generated Content Kommentare, Forenbeiträge, Wiki-Edits

Diese Attribute können auch kombiniert werden: rel="nofollow ugc" oder rel="nofollow sponsored".

Wann solltest du Nofollow einsetzen?

Nofollow verwenden

  • Bezahlte Links: Werbebanner, gesponserte Beiträge, Affiliate-Links (besser: rel="sponsored")
  • Nutzer-generierte Inhalte: Kommentare, Forenbeiträge (besser: rel="ugc")
  • Nicht vertrauenswürdige Quellen: Links zu Seiten, für die du nicht bürgen kannst
  • Login-Seiten und Warenkörbe: Seiten, die keinen SEO-Wert brauchen

Nofollow nicht verwenden

  • Eigene interne Links: Deine internen Verlinkungen sollten Dofollow sein, damit Link Equity fließt
  • Vertrauenswürdige externe Quellen: Links zu Referenzen, Studien oder offiziellen Seiten dürfen Dofollow sein
  • Natürliche redaktionelle Links: Wenn du eine Ressource aus echter Überzeugung empfiehlst

Nofollow und Linkbuilding

Im Kontext von Backlink-Aufbau werden Nofollow-Links oft als weniger wertvoll betrachtet. Aber ein natürliches Linkprofil enthält immer eine Mischung aus Dofollow und Nofollow:

  • Ein Profil mit ausschließlich Dofollow-Links wirkt künstlich
  • Nofollow-Links von starken Domains (Wikipedia, große Nachrichtenseiten) können trotzdem Traffic und Markenbekanntheit bringen
  • Seit Google Nofollow als Hinweis behandelt, können auch Nofollow-Links einen gewissen SEO-Wert haben

Nofollow auf Seitenebene

Neben dem Link-Attribut gibt es auch die Möglichkeit, alle Links einer Seite auf einmal als Nofollow zu kennzeichnen:

<meta name="robots" content="nofollow">

Dies sagt Suchmaschinen: Folge keinem Link auf dieser Seite. Das ist nützlich für Seiten mit vielen nicht vertrauenswürdigen externen Links.

Nicht verwechseln: nofollow (keine Links folgen) ist etwas anderes als noindex (Seite nicht indexieren). Beide können kombiniert werden: content="noindex, nofollow".

Häufige Fehler

  • Alle externen Links auf Nofollow setzen: Das ist nicht nötig und kann sogar kontraproduktiv sein. Natürliche Dofollow-Links zu guten Quellen zeigen Google, dass dein Content gut recherchiert ist.
  • Nofollow für PageRank-Sculpting: Der Versuch, internen Link-Juice durch strategisches Nofollow zu steuern, funktioniert nicht mehr.
  • Bezahlte Links ohne Kennzeichnung: Bezahlte Dofollow-Links verstoßen gegen Googles Richtlinien und können zu Abstrafungen führen.
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